Das Ruhegebet - Meditationsform der Wüstenväter

Das Ruhegebet - Meditationsform der Wüstenväter

Beitragvon Falk » Mittwoch 28. Juli 2010, 20:33

Auch wenn in der heutigen christlichen Tradition die Meditation nicht augenscheinlich in Erscheinung tritt, es gibt sie doch, nämlich bei den Ur-Christen, als die Kirche noch keine große Rolle spielte und die Menschen noch mit den Prinzipien, Methoden und Wegen eines Mannes namens Jesus "forschten". Die Hauptquelle dieser Forschung wahren damals wohl die vier Evangelien. Hier ein kleiner Text zum Ruhegebet.

Ruhegebet nennt man eine frühchristliche Meditationsform, die auf Johannes Cassianus (360-435) zurückgeht. Das Ruhegebet zeichnet sich dadurch aus, dass der Betende auf alles bewusstes Denken verzichtet und sich durch das Wiederholen einer einfachen Gebetsformel immer zurückbesinnt und abschweifende Gedanken ziehen lässt. Von den Wüstenvätern ist die einfache Gebetsformel: „Komm, Gott, und hilf mir!“ überliefert.
Cassian hat diese Form des Betens vor allem bei den Wüstenvätern in der ägyptischen Wüste erlernt.
Nachdem die frühchristlichen Meditationsformen vielfach in Vergessenheit geraten sind, haben sich viele Menschen auf der Suche nach Mystik und Meditation asiatischen Religionen zugewandt (Quelle: Wikipedia).

Bei dem Ruhegebet geht es um Hingabe, Stille, getragen sein, Formlosigkeit und letztendlich Selbsterkenntnis. Von der Technik her gar nicht viel anders als eine hinduistische Meditation, aber vielleicht für die ein oder andere Person in den hiesigen Breitengraden sehr viel vertrauter als eine indische Mantra Meditation :-).
Falk
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