der Geist des Tai Chi - nicht was, sondern wie

der Geist des Tai Chi - nicht was, sondern wie

Beitragvon Falk » Freitag 4. Juli 2008, 13:07

Ich war gerade am Arbeiten und wie es beim Arbeiten leicht passieren kann (vor allem bei hochkonzentrierten, geistigen Arbeiten) kann man dabei nach einiger Zeit ziemlich mental werden, das heißt, die innere "Linearität" nimmt zu. Unser ganzes äußeres Wesen passt sich dann dieser Form von Energie an und wir erleben uns durch die ein-dimensionale Brille des Verstandes. Wir erfahren alles enger an und verspüren mehr inneren Druck, Erschöpfung wächst an, ohne dass wir es anfangs merken. :?

Eine Möglichkeit, um diese restriktive Energieform zu transformieren (und dadurch auch die momentane Erfahrung) ist Tai Chi Chuan, die fließenden Körperbewegungen aus China, die darauf abzielen, sich kennen zu lernen und die innere Kraft (Chi) anzuregen (http://www.youtube.com/watch?v=OAe95N3T ... re=related).

Einfach im Büro oder zuhause die Türe zu und ein bisschenTai Chi machen. Man muss dafür kein Meister sein, ja, es ist sogar sekundär, wie perfekt wir die Figuren machen (viele Volkshochschulen bieten einfache Erstkurse an; es gibt auch einige gute DVDs). Durch das anwesende und leichte Fließen, lässt die linear Enge zwangsläufig nach und wir erfahren eine angenehme Weite: uns selbst, ohne Eingrenzung. Wir entspannen. Wenn wir dann nach 10 Minuten zu unserem Arbeitsplatz zurückgehen, spüren wir mehr Achtsamkeit und innere Leichtigkeit: eine Erinnerung an die Tiefe dessen, was wir sind. Diese kleinen Pausen sind wie Medizin: sie erden und ziehen uns aus dem Kopf heraus, von Außen nach Innen.

Im Regen, Falk
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