Wenn Sie innerlich leer sind...

Wenn Sie innerlich leer sind...

Beitragvon Falk » Sonntag 18. Oktober 2009, 22:35

Wenn Sie innerlich leer sind, gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten, es ist Zeit für Veränderung. Entscheidend für Sie in solch einer Phase seelischer Belastung, ist das "Herz" wieder zu füllen, bzw. zu entdecken, wie voll, das was Sie sind, eigentlich ist. Ich rede hier nicht von vagen Hoffnungen, Psychotricks, positivem Denken und Affirmationen, sondern von einer Wahrheit, die Sie in sich entdecken können, zu der Sie aber durch eine antrainierte Problemfixierung den natürlichen Zugang verloren haben. Durch diese Entdeckung von innerem, grundlosem Wohlgefühl, verlieren die schwierigen Umstände und bedrohlichen Burnoutmuster in kurzer Zeit an Kraft. Dieser Schritt aber ist nicht einfach, sondern mutig, stellt er doch vieles, was Sie gelernt haben in Frage. Um ihn trotzdem zu gehen, brauchen Sie eine absolute Bereitschaft für Veränderung, die Art von Bereitschaft, die nur wissen muss, wie es geht und dann einfach das macht, was notwendig ist, um wieder zu heilen. Wenn die Entscheidung einmal getroffen und der Weg "verstanden" wurde, trägt der Baum in kurzer Zeit Früchte. Entscheidend für die Entdeckung von innerer Fülle, also dem Gegenteil der seelischen Leere, die aus der Erschöpfung resultierte, ist ein inneres still werden und bedingungslose Nähe zu sich selbst. Sie beginnen wieder, sich selbst zu erfahren, etwas schwer zu beschreibendes, bewusstes und freies, das jenseits von Ego, Krieg und Problemen existiert. Nein, dies ist keine spirituelle Abhandlung oder eine Geschichte, die Ihnen Mut machen soll. Ganz im Gegenteil, es geht um praktischen, therapeutischen Selbstbezug, der Sie unterstützen kann, in kurzer Zeit wieder zu Kräften und zu Sinnen zu kommen. Manche Menschen verstehen schon nach ein paar Minuten, um was es geht und finden diesen Schlüssel in sich. Manche brauchen ein paar Stunden "Selbst-Übung" und manche ein paar Tage, aber länger dauert es nicht, wenn die Bereitschaft vorhanden ist.
Die Lösung ist viel näher, als wir vermuten und uns von "Burnout-Experten" erzählt wird. Sie liegt nicht in der Vergangenheit und auch nicht in der Zukunft, sie liegt im Entdecken, dessen was jetzt, hier in der Gegenwart, Sie ausmacht, Sie existent macht, frei von Geschichten, Theorien, Konzepten und allen Hochs und Tiefs des Lebens. Wer sind Sie jetzt in diesem Moment? Das was Sie sind, ist absolut voll, es fehlt nichts in diesem Moment. Die Leere, die Sie fühlen, ist nur eine geistig-emotionale Überlagerung der Fülle, die Sie sind. Aber die Fülle geht dadurch nicht weg. Durch nichts könnte sie vermehrt, kompletiert oder verringert werden. In der Gegenwart kann gar nichts fehlen, da in der Gegenwart nichts Greifbares vorhanden ist, nie vorhanden war auch nie sein wird. Ihr ganz Leben aber findet in der Gegenwart statt, nie ausserhalb. Es scheint nur anders. Sie sind jetzt vollkommen komplett, so wie Sie sind. Im Moment kann auch nichts therapiert werden, es gibt nämlich nichts, kein Problem in der Gegenwart. Prüfen Sie es selbst oder werden Sie im Moment von einem hungrigen Wolf gejagt (mit Ausnahme des geistigen Raubtiers)? Nur die Geschichte, die Vergangenheit und die Zukunft können therapiert werden. Sie als menschliches Wesen aber sind nicht die Vergangenheit, Sie sind keine Erinnerungen oder eine Zukunftsvorstellungen. Sie sind hier, immer nur hier und jetzt, jeden Moment Ihres Lebens. Sie sind kein Gedanke, auch keine Erinnerungen oder ein Muster, das aus Ihren Erinnerungen entstehen und die Gegenwart überlagert. Sie und Ihr ganzes Leben passieren jetzt, egal wie viel Uhr es ist. Nur dies müssen Sie verstehen, in aller Klarheit und Deutlichkeit. Dieses "Realisieren" aber geht nicht über den Intellekt, zu viel Unbewusstes steht dem im Wege. Nähe und Selbstbezug müssen von Ihnen erfahren werden, damit sich die therapeutische Wirkung entfalten kann.
Wie erfahren Sie sich? Der erste Schritt, verbringen Sie wieder Zeit mit sich im Hier und Jetzt. Gehen Sie, wenn Sie gehen; Essen Sie, wenn Sie essen; denken Sie, wenn Sie denken; Fühlen Sie, wenn Sie fühlen. Seien Sie anwesend, aber trotzdem sanft und freundliche mit sich selbst. Erzwingen kann man gar nichts, nur entspannen, loslassen, vertrauen und still sein. Reden Sie einmal nicht mehr mit sich, denn wofür das permanente Gequassel, dass doch nichts bringt und längst die Grenze zum Gut und Böse überschritten hat. Erkennen Sie nicht, dass die Gedankenfixierung und der daraus entstandene geistig-emotionale Krieg das eigentliche Problem ist? Jeder Moment ist einzigartig. Sie sind kein Gedanke, Sie sind die Denkerin/der Denker, die/der gerade diese Zeile liest und trotz all der obskuren Abstraktion, irgendwie weiß, dass da etwas wichtiges ist, worauf sie hinweisen. Auch wenn man es nicht fassen kann, man kann es spüren. Wann ist Ihre Zeit für Ehrlichkeit und einen Perspektivwechsel?
Falk
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