"Ich möchte wieder ins Gleichgewicht zurück."

"Ich möchte wieder ins Gleichgewicht zurück."

Beitragvon Falk » Mittwoch 24. März 2010, 14:39

Viele Menschen sind nicht mehr vertraut mit ihrem natürlichen Gleichgewicht, funktionieren nur noch oder sind oft überlastet, unzufrieden und krank. Das ist eigentlich erschreckend, da es sich beim natürlichen Gleichgewicht doch "nur" um den von Natur aus gegebenen Grundzustand von relativer Gesundheit und Wohlgefühl handelt. Jeder Mensch hat Anspruch auf ihn.
Ein Mensch, der aus einem inneren Gleichgewicht lebt, ist wesentlich gesünder, vitaler und zufriedener, als wenn eine Störung des Gleichgewichts vorhanden ist. Trotzdem behält ein Mensch im Gleichgewicht seinen oder ihren einzigartigen, individuellen Ausdruck von Menschlichkeit, der eine ist kraftvoller, die andere kreativer und wieder ein anderer ruhevoller. Dieses grundlegende Gleichgewicht drückt sich aus als eine feine Balance von unzähligen unterschiedlichen miteinander vernetzen Faktoren, die sich alle gegenseitig bedingen und beeinflussen.

Wenn ein Mensch den Zustand des natürlichen Gleichgewichts verlässt, entstehen bald Störungen und Warnsignale im System. Alles fängt ganz harmlos an, nämlich damit, dass das stille Wohlgefühl zunehmend verschwindet. Wenn der Mensch nicht auf diese Zeichen reagiert, eskaliert der Organismus die Intensität der Warnsignale. Auch diese Störungen und Signale sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich, da sie sowohl von der individuellen Konstitution des Körper und Geistes, als auch von der Prägung und Bewusstheit der Person abhängig sind.

Viele Menschen glauben, dass ihr Gleichgewicht ein Produkt ihrer Umstände ist. Das ist aber nicht das Gleichgewicht, von dem ich hier spreche, sondern "nur" die positiven und negativen Stimmungen und Gefühlslagen, die aus gedanklicher Aktivität erzeugt werden. Diese Gedankenwelt ist ein künstliches Konstrukt, schwankend, wie eine flatternde Windböe mit stark begrenzter Haltbarkeit, die aus geprägten Abhängigkeiten und eintrainierten Glaubensmustern entsteht. Wenn ich mehr Geld besitze, dann werde ich glücklich sein. Wenn mir mein Partner mehr Aufmerksamkeit schenkt, dann werde ich glücklich sein. Wenn ich den Job bekomme, dann werde ich glücklich sein. Aber ist das wirklich wahr? Und so gibt es unzählige weitere Vorstellungen, materieller und auch spiritueller Natur, die tief in den Köpfen der Menschen verankert sind, ohne jemals hinterfragt oder geprüft worden zu sein.

Das trügerische an diesen oft gesellschaftlich verwurzelten Glaubensmuster ist, dass sie spürbare Glücksgefühle erzeugen können, aber leider nur für einen kurzen Moment und nur solange man an sie glaubt. Ist das die wirkliche Freude und Zufriedenheit, die wir suchen? Die Antwort ist nein. Wann sehen Sie das ein?

Wenn ein Mensch sich nicht mehr im ursprünglichen Gleichgewicht befindet, was kann man machen?

Stellen Sie sich selbst als einen Garten vor. Dieser Garten liebt es mit Aufmerksamkeit versorgt zu werden. Für die Gartenpflege gibt es unterschiedliche Aspekte und Säulen, die sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen und den Garten zum Blühen bringen. Die wichtigsten Aspekte hierbei sind die ersten zwei Punkte, die ich aufgeführt habe, da ohne sie die anderen Aspekte keine Nachhaltigkeit und keine unabhängiges Wohlgefühl entwickeln können. Die angeführten Aspekte sollten als allgemeine Empfehlungen verstanden werden, dessen Tiefe jeder Einzelne durch "trial and error" für sich entdecken und anpassen darf.

1. Selbsterkenntnis (wer bin ich wirklich?)
2. Innere Ruhe (mehr Bewusstheit im Alltag)
3. Körperliche Bewegung (individuell angepasst)
4. Gesunde Ernährung (individuell angepasst)
5. Regelmäßige körperliche u. geistige Reinigung (extern, intern)
6. Authentische Lebensumstände (lebe ich ehrlich?)
Falk
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