2. Erfahrungsbericht über Burnoutbewältigung

2. Erfahrungsbericht über Burnoutbewältigung

Beitragvon Falk » Mittwoch 21. Juli 2010, 17:20

Hallo Falk,

nachdem ich nun auch schon wieder 6 Wochen zu Hause bin und der Alltag mich mit allen Tücken, Höhen und Tiefen vereinnahmt hat, möchte ich dir doch auch mal berichten, wie es mir so ergangen ist. Ich denke immer wieder gerne an die 7 Tage bei euch zurück. Ich habe mich so wohl und verstanden gefühlt und mein Akku war im Dauerladezustand.

Als ich dann wieder zu Hause war, wurde ich natürlich von meiner Familie und meinen Freunden mit Vorsicht "beäugt" ;-) Wie ist sie drauf, hat's was gebracht, wie lange hält es an... Ich habe allen relativ schnell "verklickert", dass das so nicht geht: Meine Festplatte ist nicht komplett gelöscht und mit neuen updates bespielt, ich habe viel gelernt und jetzt geht's einfach darum, das Gelernte anzuwenden. Und auch ich bin nur ein Mensch und habe trotzdem ein Anrecht darauf, einfach mal nen schlechten Tag zu haben! Das ist - glaube ich - angekommen.

Rundherum muss ich sagen: ich bin immer noch "dort oben", wie ich vor 6 Wochen nach Hause gekommen bin. Auch ich hatte natürlich Tage, die auf deutsch gesagt "beschissen" waren und ich mich immer wieder aufbauen und auf mich und das wesentliche besinnen musste. Aber ich habe mir dann immer gesagt: das ist normal, das muss so sein! Und am nächsten Tag war dann auch wieder alles gut. Diese Zwischentiefs sind aber selten! Manchmal falle ich in kleine alte Muster und habe auch das ein oder andere kleine Panikattäckchen bekommen. Aber längst nicht so schlimm wie früher und ich wußte damit umzugehen! Es zieht mich nicht mehr runter!

Was in den 6 Wochen zu keiner Sekunde gebröckelt hat, war die unendliche Kraft, die ich wieder habe, meinen Alltag zu meistern!!! Ich hatte nie mehr das Gefühl, mich verkriechen zu wollen!!! Mir geht es sooooo gut, ich habe soooo gute Laune und geniesse jeden Tag mit so einer Lebensfreude, dass es manchmal kaum auszuhalten ist!!! ;-))) Und das freut mich am meisten, das hat mir gefehlt! Mittlerweile sieht's sogar bei mir Perfektionisten manchmal aus, als hätte ne Bombe eingeschlagen, und ich kann drüber weggucken (frei nach dem Motto: "morgen ist auch noch nen Tag! Und wenn's jemanden stört, soll er gehen!").

Wie du siehst, geht es mir rundherum gut! Bei einigen Dingen befinde ich mich immer noch im Lernprozess, aber auch damit mache ich mir keinen Stress!

Ich bin in den letzten Wochen auch immer wieder in telefonischem Kontakt mit Maria (Anm. Name geändert), was uns glaube ich beiden gut tut! Wenn mal wieder ein "Tief" kommt, braucht man sich vor dem anderen nicht zu rechtfertigen und nicht zu viel erklären: das Grundverständnis ist immer da! Wir bauen uns auf und nach den Telefonaten geht's uns immer besser und die Telefonate enden immer wieder mit viel Lachen, so wie damals in Osnabrück.

....

Ich kann noch mal nur 1000 mal DANKE, DANKE, DANKE sagen!!!

Viele liebe Grüße von der "Sonnenseite des Lebens"
Michaela (Anm. Name geändert)
Falk
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