HumanFlows Morgenritual

HumanFlows Morgenritual

Beitragvon Falk » Donnerstag 20. Januar 2011, 07:00

Das HumanFlow Morgenritual

Viele Menschen sind "vergiftet", nicht unbedingt physisch, aber doch psychisch. Als Resultat dominieren stressbehaftete Gedanken den Alltag und überlagern die Realität (das Hier und Jetzt). Der Zustand eines überhöhten Stressniveaus kann mit der Zeit chronisch werden. Auch vor dem Schlaf macht die Überlastung keinen Halt. So kann ein immer enger werdender Teufelskreis entstehen.
In solch einem Überlastungszustand ist das morgendliche Grübeln und Planen nicht unbedingt förderlich. Ganz im Gegenteil, es kann nämlich einen starken negativen Impuls für den ganzen Tag setzen. Sehr viel vorteilhafter wäre es, so bald und so gut es geht raus aus den Gedanken in die Realität, in das Hier und Jetzt, zu kommen. In der Realität ist keine Gefahr. In der Realität ist Frieden.
Man kann diesen Prozess aber nicht erzwingen, sondern muss ihn passieren lassen, so ähnlich wie das Pflanzen eines Samens und das anschließende wachsen lassen des Baumes.
Hier sind einige Empfehlungen, um diesen Übergang aktiv anzuregen und gleich morgens nach dem Aufstehen Impulse zu setzen. Es handelt sich dabei um unterschiedliche Methoden, um die Sinne zu schärfen, achtsamer zu sein und den jetzigen Moment klarer wahrzunehmen. Manche der beschriebenen Maßnahmen sind uralt und auch in traditionellen Naturheilmethoden zu finden.
Empfehlungen für mehr morgendliche Klarheit:

Um morgens ausgeschlafen zu sein, braucht jeder Mensch seine eigene Quantität an Schlaf. Der eine etwas weniger und der andere etwas mehr. Der Durchschnitt scheint bei etwa 8 Stunden zu liegen. Wichtig für eine gute Schlafqualität scheint das passende Verhältnis von Tiefschlaf- zu Traumschlafphasen zu sein. Der Tiefschlaf sollte überwiegen.

1. Anstatt lange zu grübeln und zu planen, stehe auf.
2. Trinke ein Glas Wasser(Zimmertemperatur) - regt die Darmentleerung an
3. Danach der Gang zur Toilette
4. Gesicht mit kalten Wasser bespritzen
5. Zähneputzen
6. Zunge reinigen (mit Zungenschaber)
7. Nase putzen
8. Nase mit Salzwasser ausspülen
9. Mit Sesamöl Nasenlöcher einreiben
10. Mit Sesamöl Ohrlöcher einreiben (Applikation mit Wattestäbchen)
11. Mit Sesamöl den Mund ausspülen
12. Mit den Fingern auf die Krone des Kopfes klopfen, massieren und leicht anregen
13. Augenaktivierung - Augen bewegen in diagonale, vertikale und horizontale Richtung
14. Mit Sesamöl den Körper einölen und massieren, ca. 5 Minuten einwirken lassen, danach abduschen (ca. 3 x pro Woche)
15. Sanfte Körperbewegungen zur Aktivierung, z.B. aus Yoga, Stretching, Tai Chi und Chi Gong (mind. 5 Minuten)
16. Atemübung - erst schnelleres, aktivierendes Atmen, dann langsames, tiefes und beruhigendes Atmen (ca. 5 Minuten)
17. Gebet, Spaziergang, Meditation, Achtsamkeit - Impulse von wacher Präsenz


Viel Kraft und Klarheit am Tage! :-)
Falk
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Re: HumanFlows Morgenritual

Beitragvon Lamaus » Donnerstag 3. Februar 2011, 21:19

Hi Falk,

leider ist es nicht so einfach.
Ich selber bin nicht betroffen, aber ein sehr guter Freund von mir und es ist sehr schwierig überhaupt Ratschläge zugeben.
Mein Freund liegt mir sehr am Herzen, ich selber denke positiv und es ist oft schwer für mich seine Denkweise zu akzeptieren.
Die Stimmungsschwankungen auszuhalten, zudem ich nicht sicher bin, ob es überhaupt eine Chance für ein "normales Leben"
gibt.

Lebe dein Leben, das andere ist schon besetzt.
Schöne Grüße
Lamaus
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Re: HumanFlows Morgenritual

Beitragvon Falk » Montag 7. Februar 2011, 16:43

Hi Lamaus,

etwas für jemanden anderen zu ändern, ist nicht nur nicht einfach, es ist unmöglich. Festgefahrene Überlastungsmuster können letztendlich nur von einem selbst gelöst werden. Sie werden niemanden anderen längerfristig tragen können, die Person müsste selbst laufen lernen, sonst werden Sie nur Teil der sich ausdehnenden Leidensgeschichte. Am meisten schmerzt diese eigene Hilflosigkeit natürlich bei betroffenen Menschen, die einem besonders nahe sind.

Meiner Meinung nach das Beste, was man (vor allem als nicht-Therapeutin) machen kann, um jemanden anderen zu unterstützen, ist Hinweise zu geben und Möglichkeiten anzubieten, wie sich die Person anfänglich helfen lassen kann, sei es durch professionelle Therapie oder alternative Möglichkeiten. Was die Person mit diesen Hinweisen und Möglichkeiten wiederum macht, das hat man nicht in der Hand. Da sollte man sich klar sein, wo der eigenen Verantwortungsbereich aufhört und der Verantwortungsbereich der anderen Person beginnt. Wenn die betroffene Person bereit ist etwas für sich zu machen, nicht nur in Worten, sondern in Taten, dann kann die Nähe zu liebevollen Menschen, die einem Raum geben, ebenfalls äußerst unterstützend wirken.

Bei festgefahrenen, stressbasierenden Beschwerden gibt es meiner Erfahrung nach kein magisches Pulver, keinen Knopf, den man einfach so drücken kann und auch keine Übung oder klugen Satz, der blitzartig alles ändert. Selbstverantwortung, etwas Know-how und einen Therapieansatz, der gut mit einem resonniert, sind wichtig für eine baldige Genesung (die aber in der Regel auch nicht von heute auf morgen geht). Der Organismus braucht etwas Zeit, um umzulernen, zu entkrampfen und wieder Vertrauen zu sammeln. Wenn man sich in diesem Prozess aber besser verstehen lernt, erkennt um was es geht und aus der "Dunkelheit" nach oben findet, dann erwächst ein reiferer und zufriedenerer Mensch. Das ist die Chance im Burn-out.

Die Tipps auf der HumanFlow Webseite und im Forum sind unterstützender Natur, möchten Ansätze vermitteln, um innerlich und äußerlich neue Impulse für mehr Klarheit und Leichtigkeit zu setzen. Gewohnheiten zu ändern ist schwer, aber neue Impulse zu setzen, ist es nicht (zumindest wenn man es möchte). Die Absicht ist es, dass daraus ein Pflänzchen entsteht aus dem später ein Baum erwächst. Und das ist, wie die Praxis zeigt, durchaus möglich.

Einen lieben Gruß,
Falk
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Re: HumanFlows Morgenritual

Beitragvon Lamaus » Montag 7. Februar 2011, 19:41

Hi Falk,

danke für Ihre Worte, noch glaubt mein Freund nicht, dass eine Therapie ihm helfen könnte. Er ist der Meinung, er kann mit der Krankheit leben
und muß lernen damit umzugehen.
Wenn es meinem Freund gut geht haben wir wunderschöne Zeiten zusammen, darum werde ich ihn auch noch eine Weile begleiten, in der Hoffnung, er läßt sich helfen.
Aber Sie haben ganz recht, letztlich muß es von ihm selber kommen, er muß handeln.

Manchmal habe ich selber schon gedacht, dass es wahrscheinlich keine Hilfe für ihn gibt, jetzt habe ich wieder Hoffnung und werde ihn Eure Seite ans Herz legen.

Vielen Dank und schöne Grüße
Lamaus
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