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Was werde ich in nur 7 Tagen erreicht haben?

BeitragVerfasst: Dienstag 23. Juni 2009, 06:06
von Falk
Frage: Was werde ich in nur 7 Tagen erreicht haben? Mit welcher Erfahrung/Veränderung werde ich die Kur verlassen und das Wichtigste: wird es mir helfen, den beruflichen Alltag besser bewältigen können, als jetzt? Ich stelle die Frage deshalb, weil ich im November 2008 für 3 Wochen krank geschrieben war, Antidepressiva bekam, mich mit mir selbst mehr auseinandersetzte und die mir vorgenommene Strategie letztendlich auch umsetzen konnte. Doch ich bin bald wieder in das alte Muster hineingeschlittert und wenn ich nicht bald auf die Bremse steige, bin ich wieder dort angelangt, wo ich schon war. Daher meine Frage/Zweifel, warum diese 7 Tage Aufenthalt ausreichen können, um nicht wieder einen Rückfall zu erleiden.

Ich lese gerade von Eckhart Tolle ein Buch, habe mir seine DVD "In der Fülle des Seins" angesehen und ich kann nur sagen, dass er in allen Dingen total Recht hat. Trotzdem bin ich eine Kandidatin, der es nicht möglich ist, diese Dinge in die Tat umzusetzen. Ich kann nicht mal in meinen Körper hören. Ich habe auch schon Dinge im energetischen Bereich ausprobiert, wo man sich erden soll..mir fehlt einfach die Vorstellungskraft dazu und daher möchte ich nicht Gefahr laufen bei Ihnen eine Kur in Anspruch zu nehmen, die an mir "abprallt". Ich hoffe, Sie können verstehen, was ich meine und nehmen es mir nicht übel, dass ich solche Fragen stelle.

Antwort: Ja, das ist immer eine interessante Frage mit den 7 Tagen, vor allem, wenn, wie bei Ihnen, selbst 3 Wochen Kur nicht ausgereicht haben. Auf Ihre Frage kann ich Ihnen leider keine wirkliche Antwort geben, da ich nicht weiß, was Sie in den 3 Wochen Kur gemacht haben. Viele Menschen machen sogar 8 Wochen Kur in einer Burnout Klinik und haben keinerlei Veränderung. Können 7 Tage Flow ausreichen? Bei Eckhart Tolle reichte die frühmorgendliche Erkenntnis über das was er ist aus, um aus dem Leben eines depressiven, suizidgefährdeten, jungen Mannes nachhaltig herauszufinden, selbst ohne Therapeuten und Antidepressiva (die gab’s damals noch nicht). Also vielleicht sind 7 Tage sogar schon zu lang? Manche der Menschen, die ich im Rahmen meiner „Therapie“ kennen lernen durfte, würden sogar sagen, eine Sekunde ist genug, um zu sich zu finden und dadurch zu heilen. In meiner Arbeit mit Menschen, die unter Burnout leiden, hat sich 7 Tage, als eine goldene Mitte herausgestellt.

Ich selbst habe im Zuge einer Burnout-Erkrankung die Bekanntschaft von Antidepressiva und Psychotherapie machen dürfen, kam aber trotzdem nicht wirklich aus dem Funktionieren heraus. Meine Bereitschaft für Veränderung und Heilung war damals aber so gewaltig, dass als ich endlich den für mich passenden Schlüssel fand, ich ihn einfach umdrehte und schon weit bevor alle Symptome und Unsicherheiten sich aufgelöst hatten, in aller Klarheit wusste, dass ich nachhaltig heil und frei sein würde. Die Prinzipien sind für das tägliche Leben, auch unter schwierigsten Umständen geeignet. Erst dort findet nämlich die Vertiefung statt. Viele Menschen, die zu uns kommen, finden etwas, das nachhaltig ihr Leben verändert, aber manche auch nicht. Für mache ist die Veränderung, die innere „Neuordnung“ und Mühelosigkeit konzeptionell zu viel (Krieg kann äußerst anziehen sein). Sie wagen sich dann nur an die Theorie, aber nicht an die Praxis, die im Alltag stattfindet und nicht an eine besondere Technik oder Wunderpille gebunden ist. Für manche ist es anziehender in den alten Mustern zu bleiben, da das Neue Gefahr in sich birgt. Bei unserer Kur ist es nicht anders. Während der Flow Kur simulieren wir den Alltag so gut es geht (im 2. Teil), aber natürlich geht das nicht wirklich in der Intensität, die der Alltag bieten kann.

In andern Worten, Garantien gibt es keine, sondern nur Möglichkeiten, Inspirationen, Know-how und Angebote.

Einen freundlichen Gruß,
Falk Mieschendahl