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Zufriedenheit trotz schwieriger Umstände? Epictets Weg

BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Januar 2012, 12:11
von Falk
Von einem alten griechischen Philosophen (Epictet, 55-135 A.D.) habe ich ein paar interessante praktische Dinge zu dem Thema "schwierige Umstände" gelernt. Er glaubte nämlich an folgendes:

1. Die Umstände (Externes) haben wir nicht in der Hand. Das was man nicht in der Hand hat, muss man loslassen.

2. Nur die Handlung, dein Umgang mit den Umständen hast du in der Hand. Darauf solltest du dich fokussieren. Damit darfst du üben.

3. Leiden entsteht nur, wenn wir uns in den Umständen verlieren, anstatt uns um unseren Verantwortungsbereich (mein Handeln) zu kümmern. Leiden entsteht nicht aus den Umständen, sondern nur aus unseren Gedanken über die Umstände.

4. Es ist möglich zufrieden zu sein, auch wenn die Umstände schwierig sind.

Epictecus war bevor er ein bekannter Philosoph wurde, ein Sklave in Rom und zusätzlich ein Krüppel. Eigentlich müsste eine Person unter diesen Umständen totunglücklich sein. Er aber war es nicht, sondern begann sich auf das was er in Hand hatte zu besinnen und den Rest innerlich loszulassen. Das war seine Übung. Dadurch wurde er innerlich frei. Die äußere Freiheit kam dann irgendwann ebenfalls dazu. Mit diesem kraftvollen Ansatz wurde er so bekannt, dass ihn später sogar Kaiser aufsuchten, um nach seinem Rat zu fragen.

Raus aus dem Klagen, Jammern und Lammentieren - rein in die "Welt des Epictet"