Erwachen ist wie Himbeeren essen...

Erwachen ist wie Himbeeren essen...

Beitragvon Falk » Dienstag 8. Juli 2008, 13:07

Der Kinofilm "Matrix" zeigt eine Welt, in der die Menschen in einer virtuellen Welt existieren, es aber nicht wissen, da die virtuelle Welt, wie im Traum, alles bietet, um als real zu erscheinen. Wer aber einmal die Wahrheit erkannt hat, hinter die Fassade geschaut hat, der bekommt eine neue Perspektive und ist nicht mehr gebunden an die Gesetze der Scheinwelt. Dinge sind möglich, die eigentlich nicht gehen dürften. Soweit zum Film.

Obwohl das "nur" ein Film ist und die Wirklichkeit dort als eine düstere Maschinenwelt dargestellt wird, weißt er auf eine tiefere Wahrheit hin, auf die bereits seit Jahrtausenden hingewiesen wird: die Illusion der Lebensgeschichte. Im indischen Sanskrit nennt man dies Maya. Diese Geschichte ist aufgebaut aus Eventualitäten, aus Zukunft und Vergangenheit. Unsere individuelle Existenz darin wird Ego genannt. Genährt wird sie durch unablässiges Denken und blinde Identifizierung mit der Gedankenwelt. Von morgens bis abends nähren wir sie, bewusst oder unbewusst. Durch die Aufmerksamkeit (reine Energie) auf sie, erscheint sie mit der Zeit gewaltig, als echt, als unsere Realität, die unsere Stimmung, unsere Gefühle, unseren Körper, unsere Ziele und unser Selbstwertgefühl lenkt.

Gedanken sind ein exzellentes Werkzeug für lineare, mathematische Zusammenhänge, aber ein schlechter Meister, wenn es um die wirklich wertvollen Dinge in unsere Leben geht: Liebe, Frieden, Stille, Schönheit, Freiheit, Kreativität, Freude, usw. Und so beschreibt das Erwachen die Möglichkeit aus der individuellen Traumgeschichte, wie auch immer sie geartet ist, aufzuwachen. Aufwachen zu was? Was ist die Realität? Die Antwort dazu kann nur selbst erfahren werden, so ähnlich wie das beim essen einer Himbeere ist. Um eine Himbeere zu kennen, muss man sie essen. Es reicht nicht aus nur darüber zu wissen, wann sie wächst, wo sie wächst, wie sie wächst und was für eine chemische Zusammensetzung sie hat. So ähnlich ist es bei uns. Die psychologische Geschichte über uns, die wir ständig geistig wiederholen, stärken, verändern und anpassen, ist nicht das was wir sind, sondern nur Informationen, eine Geschichte, über uns. In Wirklichkeit sind wir aber keine Geschichte, können niemals in Vergangenheit oder Zukunft existieren, sondern immer nur hier und jetzt.

Es ist für jeden Menschen möglich die psychologische Identität(die Information an der Oberfläche) loszulassen und sich zu "finden". Dies bedarf auch keiner langen Übungen oder besonderen spirituellen Techniken.

Franz von Assissi sagte einmal: "Das nach dem wir suchen und schauen, ist das, was schaut." Sich auf das einzulassen was schaut, auf den Hintergrund, nennt man Bewusstheit. Bewusstheit ist eine offene Einladung, die seit Menschengedenken uns anzieht.

Daher, finde heraus wer du bist (denn warum sollte Herr Kerkeling all den Spass alleine haben?) ;)

In diesem Sinne viel Freude und Leichtigkeit, Falk
Falk
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