Heute bin ich in einem starken Tief..

Heute bin ich in einem starken Tief..

Beitragvon Falk » Mittwoch 21. Januar 2009, 13:50

Frage (per e-Mail): ...Es geht um Folgendes: Heute bin ich mal wieder in einem Starken Tief,eigentlich geht es mir ja schon seit ca.1 Woche wieder so schlecht :--(. Und wollte einfach nur mal fragen ob das in meiner Situation die ich ihnen am Montag kurz am Telefon beschrieben habe normal ist? Also zur meiner Situation: Ich bin zurzeit auf der Arbeit,und fühle mich total abgeschlagen,kann mich nicht so richtig Konzentrieren,habe ein starkes unwohl Gefühl,die sich mit folgenden Symptomen erkenntlich machen: Starke bis Mittel Starke Kopfschmerzen,De-Realisation,in frage stellen Wahr oder Unwahr) Lustlosigkeit,ich kann mich gar nicht mehr auf den Feierabend freuen,das zu hause ja auch meine Familie auf mich wartet und meine Kinder im Moment sehr Stressig für mich sind,keine Lust auf Hobbys, Müdigkeit,Angst Gefühle wieder Stark Krank zur werden wie vor einigen Wochen etc. ich habe eine innere Freude das ich am Sonntag ihre Hilfe in Anspruch nehmen werde,im Moment habe ich immer diese komischen Gedanken oder besser ich stelle in frage ob es mir wirklich helfen wird,und und und. wie vielleicht verstehen werden fühle ich mich mit dieser Situation sehr sehr unwohl. Nun meine Frage:Ist das in dieser Situation meines Zustandes normal das ich diese Symptome und Unwohlgefühle habe,ich weiß nicht wie noch diese 4 Tagen überbrücken soll bis ich bei ihnen bin...

Antwort: die Dinge, die du beschreibst, sind typisch für eine chronische geistige Hyperaktivität.

Starke bis Mittel Starke Kopfschmerzen - kann sich aus dem geistigen Lärm entwickeln,

De-Realisation - entsteht aus die zwanghafte Fixierung auf die Gedanken - ab einem gewissen Grad können "wahre" Gedanken nicht mehr von "unwahren" unterschieden werden

Lustlosigkeit,ich kann mich gar nicht mehr auf den Feierabend freuen - ab einem gewissen Grad der Erschöpfung fährt das System runter, damit wir uns nichts zusätzliches aufladen

das zuhause ja auch meine Familie auf mich wartet und meine Kinder im Moment sehr Stressig für mich sind, keine Lust auf Hobbys,Müdigkeit,Angst - das System schützt sich, indem es zusätzlichen Input verhindert

Gefühle wieder Stark Krank zur werden wie vor einigen Wochen etc. - starke Ängste entstehen, als normaler Teil der geistigen Rastlosigkeit.

Wie überbrückst du die Situation bis Sonntag?

Wenn Hyperaktivität die Wurzel des Problems ist, hilft letztlich nur die Verlangsamung der geistigen Aktivität. Geistig, durch Grübeln und mental nach Lösungen suchend, aber wird es nicht ruhiger, denn es gibt keine intellektuelle Lösung.

Das erste was du machst ist, dass du erlaubst dir innerlich unruhig, ängstlich und erschöpft zu sein. Ja, du liest richtig. Die Erschöpfung, Angst und Unruhe sind sowieso da (zumindest im Moment) und daher macht es keinen Sinn geistig dagegen anzukämpfen. Diesen Kampf verlierst du jedes Mal und er ist ein Hauptgrund für deine momentane Erschöpfung. Wer sagt, dass du im Moment entspannt und in Balance sein solltest?

Wenn du dir wirklich erlaubst, dich so zu fühlen, wie es sich im Moment anfühlt (egal wie es ist), dann merkst du ein inneres Loslassen (der innere Widerstand wird weniger). Fühle dabei in dich hinein, aber ohne in dir etwas interpretieren zu müssen. Das Gedankenkarussell lässt du ebenfalls so sein, wie es ist. Du beobachtest nur, ohne zu werten.

Du bist einfach auf deinen Körper ausgerichtet und spürst dort hin, wo es in dir am lautesten ist. Wo sitzt die Angst im Körper? In diesem Bereich fühlst du in die Mitte der Angst, Spannung oder was auch sonst immer da am Lautesten ist - nicht gedanklich, sondern über deine Aufmerksamkeit. Du beginnst deine Aufmerksamkeit punktuell auszurichten. Es ist wie eine Meditation. Immer wenn es dir schlecht geht, prüfst du nach Innen, wo es dir schlecht geht (Brust-, Hals-, Herz-, Bauchbereich, etc.). Ob du im Zentrum der Angst, bzw. der Spannung bist, merkst du daran, dass keine Angst oder sonstiges Leiden vorhanden sind. In der punktuellen Ausrichtung ist es einfach nur ruhig.

Gebe dir bei dieser Übung Raum. Verliere dich auch nicht zu sehr in der Hoffnung, was in ein paar Tagen passieren oder nicht passieren. Auch das ist nur Teil des gedanklichen Lärms. Fühle anstatt dessen lieber dich, immer wieder dich. Du bist kein Gedanken und auch kein Gedankeninhalt, sondern das, was in dir die Gedanken wahrnimmt und hat.

Einen lieben Gruß, bis Sonntag,
Falk
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