Flow Letter (Januar 2010) - Ein Neuanfang

Flow Letter (Januar 2010) - Ein Neuanfang

Beitragvon Falk » Sonntag 10. Januar 2010, 20:35

1. Ein Neuanfang
In der Vergangenheit habe ich im Flow Letter viel über Achtsamkeit, über natürliche Stressbewältigung, über Balance und über das epidemische Gedankenkarussell geschrieben. Eigentlich waren es immer viel zu viele Worte, und oft wunderte ich mich schon beim Schreiben darüber, warum ich über so eine einfache und sich widerholende Nachricht immer so viele Worte verliere.
Also hier ist ein Versuch es anders zu machen, ein Neuanfang sozusagen.
Um gelassener zu leben und von stressbedingten Störungen zu heilen, sind Worte letztendlich nicht viel mehr als kleine Wellen auf der Oberfläche des großen Ozeans. Sie tanzen, schwingen, singen ihr Lied, aber berühren in Wahrheit nie die Unendlichkeit, die unter ihnen verborgen liegt. So ist es auch mit Worten und Theorien bei der Bewältigung von Burnout, Depression und Angst. Letztendlich sind sie hohl. Alles was sie machen können, ist auf etwas hinzuweisen. Sie sind Hinweisschilder, die in eine Richtung weisen. Wenn sich der Mensch in diese Richtung nicht praktisch bewegt, wird nie etwas passieren, waren die Hinweise in Wirklichkeit vielleicht ganz nett, aber umsonst.
Von Worten und Glauben alleine kann Heilung nicht passieren, zumindest nicht nachhaltig. Sie können die Leichtigkeit des Lebens nicht berühren, nicht einfangen, nicht erklären, aber vielleicht, ganz vielleicht können sie darauf hinweisen. Vielleicht können sie etwas von ihrem Geschmack kommunizieren, etwas von ihrem Geruch.
Die bisherigen Flow Lettern weisen alle auf etwas ganz einfaches hin, nämlich die praktische Möglichkeit und Therapie sich zu erfahren, sich kennen zu lernen. Dies ist ein Hinweise auf das Hier und Jetzt. Dort wo man zuhause ist, unverletzlich, frei von Angst und Mangel. Ein Hinweis auf das Leben, wie es sich mühelos in diesem Moment entfaltet. Ein Hinweis auf alles, was ist in diesem Moment existent ist, einschließlich von einem selbst. Ein Hinweis auf den gegenwärtigen Raum um einen herum. Ein Hinweise auf das momentane Gefühl, die Klänge, die Gerüche und das Sehbare. Ein Hinweis auf die Lebendigkeit, die hinter allem ist und alles antreibt, die alles entstehen, entfalten und vergehen lässt. Ein Hinweis auf das, was alles ist.
Was passiert, wenn man plötzlich nicht mehr gedanklich sein Leben analysiert? Wenn alle gedanklichen Konzepte, ob jung oder alt, lediglich als Konzepte, als Geschichten angesehen werden, wenn die Gedanken in ihren natürlichen Rhythmus fallen, mal aktiv, mal still, wenn man bei der zwanghaften inneren Suche nach neuem Input, Problemen, Lösungen und Identität bewusst nicht mehr mitmacht? Nach kurzer Zeit, würde man sich fühlen, wie ein Kind, von Natur aus leicht und verspielt, meist begleitet von einem grundlosen Wohlgefühl. Nein, nicht immer, aber immer öfter. Ein Schnuppern am natürlichen Grundzustand, der niemals abhanden, nur überlagert von all den Sorgen, Vergangenheitstraumata und Zukunftshoffnungen für Jahre im Tiefschlaf sich befand. Und Freude, ja, grundlose, stille, unendliche Freude vom Hiersein würde man erfahren. Auch wenn man es, den Worten nach zu urteilen, leicht missverstehen könnte, in diesen Zeilen geht es um nichts Besonderes, nichts was entwickelt, trainiert oder kompliziert gefunden werden muss. Es geht einfach nur um dich und mich, um das, was wir sind.
Was erfüllt dich mit Leben, jetzt in diesem Moment? Woher weißt du, dass du hier bist, jetzt in diesem Moment? Sodass du diese Zeile lesen und ihren Sinn möglicherweise erspüren kannst. Was hält dich, liebt und umarmt dich, immer, so wie eine Mutter ihr neugeborenes Baby umarmt? Was suchst du zutiefst, von Anfang an?
Dein ganzes Leben hat dich in den jetzigen Moment geführt, in all die Körpersignale, alle Empfindungen, Gefühle und Eindrücke, die jetzt vorhanden sind. Dieser Moment ist voll. Er ist einzigartig. Es fehlt an nichts. Nur die Gedanken sind trainiert aus diesem Moment zu "entfliehen", stellen sich andere, problematische Moment vor, die sie dir als Wirklichkeit verkaufen. Gutes Kino, wenn du mich fragst, aber das ist etwas, dass jeder für sich selbst herausfinden muss oder eben nicht.
Ich bin, was ich bin, heißt es in den indischen Upanischaden. Das ist keine tiefe Einsicht, sondern eine Beichte. Und jetzt lasst uns nochmal anfangen, ein Neuanfang, in diesem Moment.
Ach, noch eines, nachdem du diese Worte gelesen hast, lasse sie hinter dir. Lese sie und dann schmeiße sie in den Mülleimer. Verbrennen geht auch.
Spürst du dich?
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2. In eigener Sache: das HumanFlow Zentrum sucht einen neuen Standort
Seit 2006 besteht das HumanFlow Zentrum im Veda Villa Ayurveda Zentrum in Schledehausen. Die Flow Kur fing ganz klein und bescheiden mit nur wenigen Patienten an. Mittlerweile sind wir unglaublich gewachsen, viele Menschen besuchen uns und immer mehr Ärzte, Psychologen, Heilpraktiker und Therapeuten empfehlen uns weiter. Auch lassen sich immer mehr Menschen als HumanFlow Therapeuten ausbilden. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir mit dem HumanFlow Zentrum den nächsten qualitativen Wachstumsschritt machen möchten. In diesem Sinne freuen wir uns besonders auf dieses Jahr und suchen nach einem geeigneten Ort, an dem wir das HumanFlow Zentrum organisch weiter wachsen lassen können. Für 10 bis 25 Kurgäste, vielleicht ein Kloster, ein natürlich idylisch gelegenes Hotel oder Seminarhaus, vielleicht im Süden Deutschlands, vielleicht in der Nähe des Bodensees (viele HumanFlow Gäste kommen aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz). Möglicherweise auch in Kooperation mit einem passenden Partner/Konzept. Wenn Sie etwas wissen, kennen oder spüren, wir freuen uns über Ihren Vorschlag.
Einen lieben Gruß, Falk
Falk
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