Studie: Meditation verändert das Hirn

Studie: Meditation verändert das Hirn

Beitragvon Falk » Donnerstag 27. Januar 2011, 08:52

Stressbekämpfung:
Meditation verändert das Hirn

Meditieren ist nicht nur etwas für Mönche, die ihr Leben der inneren Einkehr weihen: Eine aktuelle Studie zeigt, dass bereits ein achtwöchiges Training im Gehirn Spuren hinterlässt. Per MRT konnten US-Forscher belegen, dass sich Hirnareale, die für Achtsamkeit, Empathie und Stressverarbeitung zuständig sind, umstrukturiert hatten. Das berichten die Forscher im Fachblatt "Psychiatry Research: Neuroimaging".

"Meditieren geht mit einen unmittelbaren Gefühl von Frieden und physischer Entspannung einher", erklärt Sara Lazar von Massachusetts General Hospital (MGH), die Senior-Autorin der Studie. Meditationserfahrene Menschen hätten darüber hinaus aber auch immer wieder berichtet, das die Übungen sich auch langfristig positiv auf Denkleistung und Psyche auswirkten.
Schon früher hatten die Forscher zeigen können, dass die Hirnstruktur von Meditationserfahrenen sich von der anderer Menschen unterscheidet. So war die Hirnrinde in manchen Bereichen ausgeprägter, die für Aufmerk-samkeit und emotionale Verarbeitung zuständig sind. Die Forscher vermuteten zwar, dass die Veränderungen eine Folge des Meditierens waren, einen Beweis dafür hatten sie aber noch nicht. Denn denkbar war auch, dass Menschen mit entsprechenden Hirnstrukturen schlicht einen größeren Hang zum Meditieren haben.
Für den neuen Versuch rekrutierten die Wissenschaftler daher 16 Teilnehmer, die über einen Zeitraum von acht Wochen ein meditationsbasiertes Programm zu Stressreduktion durchführten. In diesem Rahmen meditierten sie täglich im Schnitt eine halbe Stunde.
Zu Beginn und zum Ende der Studie fertigten die Forscher MRT-Bilder vom Gehirn der Teilnehmer an.
Ein Vergleich ergab, dass sich die Hirnstruktur sich in diesem Zeitraum tatsächlich messbar verändert hatte. Beispielsweise hatte die Dichte der grauen Substanz im linken Hippocampus zugenommen - eine Hirnregion die eine wichtige Rolle in der Stressverarbeitung und für das Gedächtnis spielt. Darüber hinaus berichteten die Meditationsnovizen selbst, sich ausgeglichener und weniger gestresst zu fühlen. Bei einer nicht meditierenden Kontrollgruppe war die Hirnstruktur unverändert geblieben.
"Es ist faszinierend, wie plastisch das Gehirn ist und dass wir aktiv unser Wohlbefinden und die Lebensqualität beeinflussen können", sagt Studienleiterin Britta Hölzel. Weitere Studien sollen nun den Langzeiteffekt von Meditation erhellen. (cf)
(Quelle: Online-Artikel von gmx.net vom 25.01.2011)
Falk
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