Dinge, die gut tun und Energie einsparen

Während meiner Arbeit in den letzten 5 Jahren hat sich aus der Erfahrung mit hunderten von Menschen eine große Energiespar-Liste entwickelt, die ich dieses Mal mit Ihnen teilen möchte. 

Die Liste ist nicht exklusiv, sondern ein Projekt in ständiger Fortentwicklung. Der erste Schritt in der Dauerstressbewältigung, aber auch in der Burnout-Prävention und der Suche nach Lebensfreude ist, wie der Mensch Energie konservieren kann, selbst unter schwierigen Umständen und frei nach dem Motto: mache weniger, erreiche mehr. Der Weg dorthin und ebenso das Ziel des Weges liegen in der individuellen Kunst der Mühelosigkeit oder etwas anders formuliert, im Flow. Diese Kunst muss man selbst für sich entdecken, da die Eltern, die Gesellschaft, die Schule, die meisten Firmen und Der Spiegel sie einem nicht beibringen, oft sogar genau das Gegenteil. Das Individuum, ich selbst, müsste mich der Sache, das heißt mir selbst, aktiv annehmen. 

Der Weg zum Normalzustand kann in gedankliches, emotionales, körperliches und äußeres Energiesparen unterteilt werden. So ist auch die folgende Liste untergliedert. Wenn es dann mit etwas Übung und Einsicht innerlich ruhiger und klarer geworden ist, eröffnet sich der zweite Torweg, die Möglichkeit sich kennen zu lernen - ein stilles Gutes, jenseits von gut und böse. Danach taucht der nächste Torweg auf: aus dem, was man ist zu leben – mitten im Alltag, ehrlich mit sich und den anderen, authentisch, hier und jetzt. Dies ist die eigentliche Praxis, eine Reise, die nie zu Ende geht, aber den Reisenden mit immateriellen, leisen Reichtümern, wie Lebenskraft, Freiheit und Zufriedenheit, beschenken kann. Die Alternativen zu diesem Weg, das ununterbrochene Machen und Tun, das Hoffen, das Leisten, Tragen, Kämpfen und Durchhalten, ohne Rücksicht auf sich und die eigene Lebenskraft sind leidvoll, auch wenn Ihre Gedanken in diesem Moment etwas anderes behaupten sollten. Die Gedanken des Gestressten sind nicht neutral, sind nicht am eigenen Wohlbefinden interessiert, nur scheinbar. Es geht auch nicht um den einen oder den anderen Weg, sondern um die Balance. 

Hier also ist sie, die Eierlegendewollmilchsau-Liste. 

Gedanken:
01. Regelmäßig innerlich still sein, weniger denken, grübeln, sorgen, tagträumen, idealisieren
02. Nicht über Vergangenheit und Zukunft (Geschichte) sprechen, außer das, was für den praktischen Alltag notwendig ist 
03. Regelmäßig hier und jetzt sein 
04. Geistige Vielseitigkeit mit stillen Freiräumen entwickeln (geistige Einseitigkeit ohne Freiräume abtrainieren) 
05. Gedankenlärm gedanklich als ›Gedankenlärm‹ benennen (ohne Kampf dagegen)
06. Die Worte ›müsste‹ und ›sollte‹ mit ›könnte‹ ersetzen 
07. Handeln in entspannter Anwesenheit, anstatt handeln und gleichzeitig grübeln
08. Weniger Drama, weniger Emotionen 
09. Tägliche Meditation, Gebet, Danksagung
10. Sich selbst kennen, jenseits von Gedanken, Worten und Konzepten 

Verhalten:
11. Auch wenn es ›Spaß‹ macht, nicht zu viel arbeiten (vor allem die Gedankenarbeit zählt) 
12. Nicht zu wenig arbeiten 
13. Jeden Tag wenigstens eine Sache machen, die einem selbst Freude macht 
14. Hobbies und Muse nachgehen (aus Spaß an der Freude, denn Pflicht reicht nicht) 15. Feste feiern (muss nicht laut oder gigantisch sein) 
16. Ehrlich sein, in Bezug darauf, ob etwas einem gut tut oder nicht 
17. Im Großen und Ganzen das machen, was einem selbst gut tut 
18. Sich klar darüber sein, was man eigentlich möchte (mehr intuitiv, weniger analytisch) 
19. Handeln im eigenen Verantwortungsbereich (was habe ich in der Hand?) 
20. Loslassen fremder Verantwortungsbereiche (was habe ich nicht in der Hand?) 
21. Eigene Geschwindigkeit finden (für die meisten würde das bedeuten langsamer zu machen)

Umstände: 
22. Weniger Außenlärm 
23. Vermeiden von unfairen und/oder überoptimierten Arbeitsumgebungen, ohne Freiraum 
23. Gezielte Auszeiten von ständiger Erreichbarkeit, Bereitschaft und Mobilität 
24. Weniger Fernsehen, Radio, Nachrichten, Zeitschriften (sind nicht neutral, sondern Teil des Wahnsinns von höher, schneller, weiter, schlimmer)
25. Lektüre und Inspiration, die einem gut tun (z.B. Eckhart Tolle, Byron Katie, Linda Lehrhaupt) 
26. Sich vornehmlich umgeben mit Menschen, die einem gut tun und notfalls ›aufräumen‹ 
27. Abgrenzen und ›nein‹ sagen lernen, auch bei Freunden und Familie 

Körper: 
28. Immer wieder Schultern entspannen 
29. Körperspannung u. Verkrampfung bemerken und loslassen 
30. Regelmäßige Bauchatmung (Zwerchfellatmung) – Atmungsübungen 
31. Den inneren Körper (innere Lebendigkeit) im Alltag fühlen 
32. Gutes Essen und gesunde Essengewohnheiten entwickeln 
33. Regelmäßig trinken 
34. Tägliche Bewegung 
35. Jährliches Entschlacken 

Dies ist übrigens auch keine falsch-und-richtig-Liste, sondern ein Anstoß für mehr Mühelosigkeit im Alltag. Manche Sachen auf der Liste machen Sie vielleicht bereits, andere Dinge sind vielleicht noch nicht praktisch erprobt. Beginnen Sie Schritt für Schritt, nicht zu viel, aber beginnen Sie. Auch macht es keinen Sinn drüber viel nachzudenken, einfach machen. Folgen Sie Ihrer natürlichen Anziehung. Die stressigsten Bereiche im Alltag sind dabei oft die Interessantesten. Bin ich in dem Bereich ehrlich? Tut er mir gut? Was habe ich in der Hand, was ist meine Verantwortung? Kann ich körperlich entspannen, während ich wütend bin? 

Eigentlich ist diese Liste fast beschämend offensichtlich und logisch, aber in der praktischen Anwendung liegt ihr Geheimnis. Langsam, sachte, ehrlich, Schritt für Schritt...

Autor: Falk Mieschendahl

www.humanflow.de

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Dinge, die gut tun

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