tägliche Achtsamkeit - Spazieren gehen

tägliche Achtsamkeit - Spazieren gehen

Beitragvon Falk » Donnerstag 21. August 2008, 08:41

Es kann äußerst hilfreich sein, sich jeden Tag etwas Zeit zu nehmen, um bewusst bei sich zu sein. Für einige Minuten (morgens ist gut, jede andere Zeit ebenfalls) einfach die Aufmerksamkeit nach Innen ausrichten, wie den Strahl einer Taschenlampe. Es ist so, als ob wir bei uns einziehen. Entspannt den Körper von innen fühlen. Dabei muss nichts beurteilt, nichts analysiert und nichts verstanden werden. Es ist auch kein Machen, sondern mehr ein Zulassen dessen was ist, ein Sein. Dabei müssen wir nirgendwo hin. Da wo wir sind, genügt. Wir sind still, fühlen nach Innen, ohne Ziel, Zukunft und Vergangenheit. Nichts muss unterdrückt werden, auch keine Gedanken und Gefühle, die frei kommen und gehen dürfen, aber ganz unberührt bleiben. Nichts steht dem Sein im Wege, kein Lärm, kein innerer Kampf, keine Trauer, keine Angst. Sie alle kommen aus der Stille, die wir sind.

Ich "mache" dieses bewusste anwesend sein gerne morgens beim Spazierengehen. Ich gehe entlang des kleinen Baches bei unserem Haus, bin wach, entspannt und lasse die Umgebung auf mich wirken. Gehe über Waldpfade, rieche die Natur, sehe das Fließen des Wassers und lausche dem Rauschen der Blätter, ohne etwas machen zu müssen oder etwas erreichen zu müssen, das nicht bereits schon hier wäre. Dabei nehme ich wahr, aber ohne das Wahrgenommen kommentieren zu müssen. Ich lasse mich berühren, indem ich mich loslasse. Verschmelze mit dem was ist. Die Einheit von allem rückt in den Vordergrund. Körper, Geist und Emotionen sind in einem Zustand größter Entspannung, aber nicht lethargisch und schwer, sondern lebendig und wach. Einfachheit ist schön.

Bewusste Anwesenheit kann auf unendlich vielen Wegen angeregt werden, am leichtesten durch das, was uns natürlich anzieht. Beim Tai Chi ist es leicht, beim Yoga, beim bewussten essen, beim bewussten Kommunizieren, beim gehen, im liegen, beim formellen Meditieren, usw. Es ist eine Erinnerung an das, was wir sind. Eine Ebene wird belebt, die eine andere Schwingung in uns belebt. Mehr Raum und Leichtigkeit werden erfahren.

Das, wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken, wächst. Wird sie nach Innen gelenkt, wachsen unser Verständnis und die Verbindung mit dem was wir sind. Wenn wir mit der Aufmerksamkeit permanent in Gedankenwelten sind, wächst nur sie, die Geschichte über uns, die das was wir sind, die Wahrheit, niemals wirklich treffen kann.

Einen wachen Tag, :idea:
Falk
Falk
Site Admin
 
Beiträge: 215
Registriert: Freitag 14. März 2008, 18:55
Wohnort: www.humanflow.de

Zurück zu Verschiedenes

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron